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Reeperbahnfestival 2017

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Reeperbahnfestival 2017

Früher Vogel fängt den Wurm. Schön und gut, bin aber Tierfreund und noch nie fideler Frühaufsteher gewesen. Apropos spät … Es ist Freitag Nachmittag und Reeperbahnfestival und ich – hab noch kein Ticket. Mal wieder aufn letzten Drücker und gestresst? Nein, nein, first things first: ein Käffchen und ’n büschn Klönschnack mit dem Neustadt-Nachbar Lars darf noch sein.

Lars mit der Frau seines Sohnes. Die beiden haben sowas von so richtig Bock, gleich mit Sohnemann zum Schulfest zu gehen … Und ich, gleich zur Reeperbahn zu dackeln. Es gibt keine Gesichter zu sehen, weil meins noch etwas ausgelüftet und gebügelt werden möchte. Im Laufe dieser Geschichte wird mein Ego, der Spacken, eh ein ums andere Mal sein Antlitz in die Kamera halten.

Ein paar Minuten Fußweg später bin ich auf dem Heiligengeistfeld und gespannt, ob es im Reeperbahnfestival-Zelt noch Tickets gibt.  Auf dem Weg dahin höre ich ein „Hey, brauchst du ein Ticket?“ Gute Frage, wieviel soll’s denn kosten? Ein Grinsen hier, ein Bändelchen da, ja wunderbar. Vorbei an der Security und rein ins Freiware-Vergnügen.

Bei Gibson Guitars gibt’s Bierchen und Peter Klapproth von Head of PR zeigt mir den geräumigen XL-Bus  von innen. Schon schön gemütlich dieses „What happens on tour, stays on tour“-Gefährt.

Sachma, Pete, hast du ’ne Ahnung was für ’ne integligänte Pose ich einnehmen soll, damit unser Bild profimäßig rüberkommt ? „Nö!“

Jump off the band wagon, weg vom Heiligengeistfeld, rüber zur Reeperbahn, wo sich ein quasi gut gelaunter Liam Gallagher auf seinen Auftritt im Docks freut.

Das Pärchen links von ihm freut sich über den Ausblick auf die volle Reeperbahn. Soviel zum Pressetext. Ob die beiden sich gerade Zärtliches zuflüstern oder zanken, wissen nur sie selbst.

Darf’s eine Prise Disco fürs Volk sein? Im Klubhaus Sankt Pauli haben es sich unter anderem das Häkken, das Kukuun und der Sommersalon gemütlich gemacht.

Voll, voller, Spielbudenplatz olé!

Molto bene: Im Sommersalon spielen Egopusher auf, die Elektronisches mit E-Musik Instumenten verschmelzen lassen.

Im Schmidt Theater präsentiert Ray Cokes, mein grinsender MTV-Held der 90er Jahre; seine Revue. Erlesene Musiker bekommen einen Platz auf der Bühne und auf der Couch, wo sie locker-lässig vom Großmeister der eloquenten Improvisation interviewt werden. Yup, Ray’s Reeperbahn Revue ist ein Freigeist-Forum vom Feinsten.

Was geht app? Den Festival-Zeitplan gibt’s virtuell und herrlich haptisch.

Die bunte Vielfalt macht’s. Neben Matt Maltese, Amadou & Mariam und meinem neuen Helden Isaac Gracie spielt Yasmine Hamdan mit ihrer Band auf, wobei der Gitarrist ’n büschn wie Slash, der Keyboarder wie Steve Aoki und der Drummer wie Phil Collins aussehen. Madame Hamdan selbst ist sinnlich und sehr präsent.

Das Wunderbare am Reeperbahnfestival ist, dass dieses live performen und kreative Miteinander einfach nur gute Laune macht. Yup, Musik liegt in der Luft und auf Erden wird geschwooft und gelacht. Good vibes only!

Alles so schön grün und gut gelaunt hier

Kord und Tobi, die Kollegen von PR-Pete, namentlich Kord und Tobi, wollen zu Fink, der Band von Fin Greenall. Diese grandiose Idee haben auch andere Festivalgänger, die sich brav in einer sehr, sehr langen Schlange vor der Großen Freiheit anstellen. Gegen Mitternacht wird hier auch Beth Ditto alles geben. Doch wir drei gönnenn uns die Chance auf einen fixen Einlass, die Möglichkeit, Millionaire  und treten ins Indra („Where The Beatles played first!“) ein, nachdem wir unsere Bier- und Wasserflaschen ausgetrunken haben. Keine Macht der Dehydration! Und weil es so voll in dem Laden ist, dass der einzig legitime Ankerplatz der Tresen ist, machen wir es uns dort gemütlich und bekommen mit, wie die agile Barkeeperin mal eben übern Tresen hüpft, weil … sie es kann und Bock drauf hat. Anything goes? Aber sowas von!

Hier sehen wir ein schön unscharfes Handy-Foto und die Millionaire-Mannen , die ’ne gude Zeit haben

Kreuzberger Nächte mögen lang sein, doch die Reeperbahn kann länger.

Kleiner Abstecher und großes Hallo vorm Dollhouse. Der gutgelaunteHans ist der Türsteher meines Vertrauens und Kiez-Held. Wir haben uns vor 17 Jahren kennengelernt, als ich für das deutsche Hustler Magazin eine Reportage über die Tabledance-Institution schreiben und dafür mit Dance-Instructor Srecko im Umkleideraum reden dufte. Yup, der Raum war ziemlich verspiegelt und die Mädels sich am Aufhübschen.  So sieht also eine gelungene Ablenkung aus, he, he. Zurück vor die Tür und somit zu Hans, der hiermit gegrüßt und gedrückt sei.

Quasi an jeder Ecke gibt es was auf die Ohren. Zwischen Beatles-Platz und Susis Showbar hat es ich eine Band gemütlich gemacht, die sich und den Zuschauern einheizt. Is schon irgendwie ein schönes Gefühl, allenthalben Handgemachtes zu hören. Sound, Straße, sehr viele lächelnde Gesichter – so darf das gerne immer wieder sein.

Mal eben brav vorm Molotow anstehen und mit den sympathischen Türstehern schnacken. Entspannte Türsteher sind sowas von wichtig und richtig! Siehe Hans! So, kommen Se rein, können Se raus in den Backyard.

Boah, was freu ich mich darauf, gleich wieder diesen Racker Isaac Gracie zu hören. Zu seinen Einflüssen gehören gehört laut Eigenaussage Jeff Buckley, doch ich Grunge-Junge denk an Kurt Cobain (Ausssehen) und Eddie Vedder (Stimme). Doch am End ist der großartige Gracie vor allem eins: eine geballte emotionale Ladung kreativer Integrität! Das Wunderbare an seiner und guter Musik im Allgemeinen: Sie bringt etwas in dir zum Klingen. In meinem Fall hat „Last Words“ mich dazu gebracht, ein ums andere Mal die Wangen zu  trocknen. Ja, ja, Liebe ist …

Aber wie ging der Stammtisch-Spruch nochmal? Männer weinen nicht, sie trinken! Ok, Ork, let’s go for it …

„Sign your name across my heart, I want you to be my baby“ versus „She’s a maneater“

Blue, so blue is das nächste Bild und ja, mental winsel ich gerade meiner Ex hinterher.

Die Band Holygram in der Molotow SkyBar

Uff, Ulf, genug gejammert! Gehma weida, imma weida per aspera ad …

Bar, hat hier jemand Astra Bar gesagt?

Die Reeperbahn ist an sich schon eine einzige Leuchtreklame, aber wenn im Rahmen des Festivals die Musik-Labels mit ein paar wortwörtlich großartigen und wortwitzigen Anzeigen aufwarten, dann ist das schön für die Lachmuskeln. Gute Werbung macht Laune. Danke dafür, Sony Music.

Sony so: Scheiß teure Wand, aber unsere Musiker sind es uns wert!

Auf dem Weg nach Hause komme ich am Mojo Club vorbei, vor dem noch reges Treiben herrscht. In Sachen Mojo bin ich Nostalgiker. Der alte Laden war ein Träumchen. Hier habe ich Moloko live gesehen und zu Funk abgezappelt, bis die Leber wieder an die Bar wollte. Und jetzt? Ist der neue Laden ein Traum für jeden Musiker, weil die Akkustik bombastisch ist. Ian Pooley legt auf.

Ich bin nicht so der House-Hoschi und verpiss mich erst mal gen Toilette. Und was bekomme ich da zu sehen und zu hören? BigBeat  & funkymusic! Haben die doch tatsächlich mal eben eine DJ-Ecke im Klo eingerichtet. Ich freu mir ’nen Ast und tanz den Balu.

Hände waschen und tanzen nicht vergessen!

Die richtigen Türen und Hinweisschilder erleichtern das Rauskommen aus den Mojo Katakomben

So, Kinners, das war’s. Der Körper sagt aus und ab nach Haus‘!

Limbo-Schranke für Kurze aufm Kiez.

 

PSsst: Alle, die das Reeperbahnfestival 2018 (19. -22.09.) auf günstig besuchen wollen, können hier die ehrlichen Eary-Bild-Tickets abgreifen.

Danke, Reeperbahnfestival und Isaac Gracie für die gude und gelebte Zeit!

Nenn es dann, wie du willst. Nenn´s Glück! Herz! Liebe! Gott! Ich habe keinen Namen dafür! Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsglut. – GG Goethe

 

Omm & au revoir, Lorenzo

 

Biografische Angaben? Hmm, so rumposen mit den ganzen Artikeln für Hustler, Lodown, blond, dos dedos, streetwear today, limited, brett, playboard, spiegel online und Monster Mag? Oh, neee. Ich geh jetzt lieber an die frische Luft. Mal gucken, ob die andern heute Bock auf Minigolfen haben. Für die Plan B Variante pack ich lieber mal die Spaghetti-Murmeln ein, wa? Yep, yeah! Aaalso, Gruß und gude Zeit, Lorenzo Taurino

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Bad Gastein to go

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Bad Gastein? Let’s go, go, go!

Eben noch bei Onkel Alois in Slowenien und jetzt schon in Bad Gastein, Österreich.  Aber erst mal schön langsam mit dem Zug dahin und zuallererst Telse Bus danken. Und Malte Urbschat. Malte hat mir schon vor Jahren erzählt, dass ich mal nach Bad Gestein soll. Telse kennt meine aktuelle Situation und meinte, dass mir die Berge und die Luft gut tun würden und dass ich auf dem Rückweg von Slowenien nach Schland auf jeden Fall in Bad Gastein aussteigen sollte. Gehört, getan und Reili von der herrlich authentisch antiquarischen Villa Mühlberger kontaktiert und kennengelernt.

 

VILLA MÜHLBERGER: HUG & HUGH, REILI

Reili ist ein herzensguter Hippie, der mit seiner Herzdame Christiane die Villa Mühlberger betreibt. Vor dem Zwoten Weltkrieg war hier zum Beispiel Albert Einstein zu Gast. Doch die Kriegswirren erreichten auch den dollen und noblen Kurort Bad Gastein. Zum Glück kommen und gehen Ideologien, doch die Natur bleibt. Das ist gut und vor allem schön anzusehn! Also raus aus dem Haus und rein in die Natur. Ich flanier so meines Weges und biege rechts ab und sehe – Berge, direkt vor meiner Nase! Ich verspüre denselben Impuls wie damals, als ich an einer sternenklaren Nacht Sternschnuppen-Schauern beiwohnen durfte – einfach nur wie ein Kleinkind mit offenem Mund dastehn und klatschen, klatschen, klatschen. Ein weiteres Klatschen, allerdings auf die Schenkel, gönn ich mir, als ich vor einem Wegweiser mit einem unwiderstehlichen Namen stehe: Poserhöhe.

 

POSERHÖHE: AUFI, NAUFI

Keine Ahnung, warum die so heißt. Vielleicht meinte mal die österreichische Berg-Legende Luis Trenker zu seinen Stammtisch-Buddies im Grünen Baum in Bad Gastein „Ey, lass mal die Anfänger-Lappen ’n Hügel besteigen und sich ganz groß fühlen!“ Am End kann ich nur sagen: Es wirkt! Stolz wie Bolle komme ich fast am Ziel an, aber da sind dann noch die Hüter der Poserhöhe, die mich kritisch mustern.

Deshalb lieber den Moonwalk einlegen und den Haupthüter in Form vonner Leitkuh nicht aus den Augen lassen. Ja, ja, so ein Angsthase kann im Ernstfall die Pfoten ganz schnell in die Hände nehmen und davonhoppeln. Muss ich dann zum Glück doch nicht, weil die Kuh bei dem Freizeit-Wanderer aus Hamburg Nachsicht walten lässt. Der wiederum muss sich beeilen, vor kompletter Dunkelheit wieder unten zu sein. Mein lieber Scholli, lass dir zuraunen, dass es das eine ist, einen Pfad hinaufzusteigen. Ihn aber hinabzusteigen – das ist mitunter anstrengender. Man vermenge ’n büschn Zeitdruck (zunehmende Dunkelheit), Rorschach-Optik (is das ein Schatten, ein Tier oder eine Wurzel auf dem Boden?) und latente Akrophobie (Poser-Wort für Höhenangst, weil es seitlich schon gut in die Tiefe geht) und schon ist der Abstieg ’n büschn bis sehr stressig. Unten angekommen übermannt mich ein Glücksgefühl und ein Adrenalin-Schub, der mich bis nach Hause in die Villa Mühlberger joggen lässt. Geil, was der Körper für Ressourcen hat und wie er sich freut, wenn er mal wieder etwas härter rangenommen wird. Mein Schlaf nach der dollen Wanderaktion für Anfänger? Tief und fest und friedlich.

 

 KÖTSCHACHTAL: ELEKTRO-LIMBO mit GERDI 

Reili bekommt am nächsten Tag Besuch von seinem Freund Gerdi, der Bock hat, im Kötschachtal umherzuwandern. Ich auch! Gemeinsam machen wir uns mit dem Rad auf den Weg. Reili leiht mir das Rad seines Sohnes. Das Zahlenschloss bekomme ich mit dem Geburtsdatum seines Sohnes geöffnet. Wir radeln über Stock und Stein und machen an einer naturgeformten Felsenhütte Halt. Auf dem Weg dorthin sieht Gerdi, dass der Elektrozaun an einer Stelle lose ist und tackert ihn an einem Baum fest. „Da hab ich wie fast jeder mal in meiner Jugend dagegengepinkelt, haha“, erzählt er mir und ich bin froh, mit einem so optimistischen und freundlichen Wanderkollegen unterwegs zu sein. Gerdis österreichischen O-Ton hörste am Ende dieses Artikelchens im insta-Posting. Ahpropos Ende … Alles hat ein Ende, auch das schöne Kötschachtal. Vor und neben uns die Berge und hinter uns der Weg, den wir tunlichst bei Tageslicht zurückradeln sollten. Auf der Rückfahrt platzt Gerdi der hintere Reifen und er bietet mir an, schon mal vorzuradeln. Nix da, wir sind hier gemeinsam unterwegs. Each one, teach one! Gerdi schwingt sich wieder aufs Rad und tritt sanft in die Pedale. Top, die Felge hält. Meter um Meter radeln und labern wir uns zurück ins Herz von Bad Gastein. Was ein schöner Tag in der Natur. Gerdi, dafür nochmal liebsten Dank!

 

HOTEL MIRAMONTE: RADon WELLNESS

Hach, was für ein Tag. Jetzt ist es Abend und Julia vom Hotel Miramonte lädt zum Wellness-Ausklang ein. Wie es sich für einen terminresistenten Schlawiner und Halbitaliener gehört, verspäte ich mich, doch Julia verzeiht mir und ich trinke noch ein Bierchen mit den Hotelgästen. Was freu ich  mich schon auf mein erstes Mal in der RADon-Thermalquelle ! Radon ist ein edles Gas, das im Bad Gasteiner Quellwasser natürlich vorkommt und gesunden Gesellen das Immunsystem stärkt und kränkelnden Kandidaten die Schmerzen lindert. Ins Detail geht die Website gastein.com

Nach dem 20-minütigen Bad und dem angelesenen Interview mit Peter Saville (der unter anderem für das legendäre JOY DIVISION Plattencover verantwortlich zeichnete) geht’s aufs frei schwingende Bett und danach in die Sauna. Hachz, herrlich. Schwitzen für den Seelenfrieden. Am End sind’s über drei wunderbare Stunden Wellness. Grazyeah für die Gönnung, Hotel Miramonte!

Danke auch den Besuchern des Hotels, mit denen ich ’ne gute Zeit haben durfte. Das waren zum einen Theresa und Flo nebst ihrem Berner Senner Chili aus Bayern und Tatjana und Stefan aus Wien. Wir haben über alles Mögliche gequatscht, uns Geschichten erzählt und Gefühle aufleben lassen. Dank euch für den echt authentischen und schönen Abend.

 

GRAZIE für die GUDE ZEIT

Wo man sich krault, da lass dich nieder.

Bad Gastein, dir lob ick mir. Keine Frage, wir kommen wieder.

Auf alsbald, Gruß und guds Nächtle,

Lorenzo 

 

PSsst, here we go-go mit some more Fotos nebst Videos:

 

 

 

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Kaffee Stark Hamburg

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Eine fidele Truppe Freunde vorm Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18

Kaffee Stark Hamburg: Für Freigeister, Freaks und Freunde des Hauses.

Text & Fotos: Lorenzo Taurino

 

Eine Straßentafel und ein Tag, das eventuell bei Nacht geschmiert wurde

Hereinflaniert, Freunde!

 

 

Es ist gemütlich im Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18. Vor der Tür wandern Touri-Trüppchen lang. Oder Hundehalter, deren Hunde man von innen nicht sehen kann. Sieht lustig aus. Lustig ist auch die Bedienung Alex, die mit einem seligen Lächeln meine Bestellung aufnimmt. 2 Milchkaffee. Für Monty und mich. Man kann sich ja treffen, wo man will. Also warum nicht gleich da, wo man sich gut fühlt und das Geld in gute Hände gerät? Das Kaffee Stark ist ein eigenwilliger, gemütlicher Laden, in dem es zugeht, wie einst am Skate-Spot. Früher oder später kommt immer ein Bekannter durch die Tür.

 

Ein Junge und ein Mädchen im forgeschrittenen Alter verlustieren sich im Kaffee Stark Hamburg

Der Esel hätte sich beinahe selbst genannt, sitzt aber lieber lachend neben Montee und zeigt akkurat auf wen oder was auch immer.

 

Malte, der Häuptling des Wohlfühl-Wigwams

 

Malte vom Kaffee Stark mit Tattoo und in Sessel

Malte vom Kaffee Stark. Yup, man bekommt ihn im Laufe der Geschichte noch zu Gesicht.

 

Malte, die Seele des Ladens, und ich schaffen’s nach ein paar Fehlanläufen von meiner Seite (er Frühaufsteher, ich eher nich so) zu einem kleinen Interview. Was dabei klar wird – sein Kaffee Stark ist ein Ort für Freigeister, Freaks und Freunde des Hauses. Gefühl steht über allem: bei der Mitarbeiterauswahl und bei den Gästen. Die Mitarbeiter fühlen sich als Teil einer Familie und die Gäste als Freunde, die gerne für dieses Stück Individualität zahlen. Und für die Quiche, die Bierauswahl, das Frühstücksangebot und das Ambiente. Das variiert und wird von Street Artists wie Marambolage, Le Loup, Absinth oder L.I.E.S. gestaltet.

 

Marambolage Art an den Wänden des Kaffee Stark in Hamburg in der Wohlwillstraße 18

Marambolage Art an den Wänden des Kaffee Stark

„Geile Scheiße! Immer wieder hier, in meinem Revier.“ – Marco, Freund des Hauses

 

Wohlwillstraße: come in, they’re open!

 

Eine fidele Truppe Freunde vorm Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18

Die Freunde des Wahnsinns vorm Wigwam von links nach Eingang: Marco, Julius, Melina, Malte

 

„Wie mein zweites Zuhause, weil die Atmosphäre der Hammer ist.“ – Laura, Illustratorin

 

Das Kaffee Stark liegt auf der Flaniermeile von der Sternschanze zur Reeperbahn. Die alternative Straße, namentlich Wohlwillstraße, beherbergt liebevoll betriebene und unabhängige Läden wie den Kandie Shop, der auch leckeren Kaffee ausschenkt und Süßes im Angebot hat, den Strips & Stories mit seinem grandiosen Graphic Novels Angebot und den Suicycle Store mit seinem hochkompetenten Radfahrer- und Schrauberteam. Die Straße und ihre Bewohner lieben es bunt und vielfältig. Und das ist schön und sehr gut!

 

Eine Gruppe fideler Freigeister feiert mit ihrem Häuptling Geburtstag

Vielfalt, Freude, Freibier beziehungsweise Kippe, Korn, Prost: Die Kaffee Stark Crew und Freunde des Hauses haben ein Foto für Maltes Geburtstag geschossen. Foto-Credit: Marcus Wagner / instagr.am/mw.stpauli

 

„Wir fühlen uns nicht wie Mitarbeiter, sondern Family. Quasi ein zwotes Zuhause bzw extended Wohnzimmer. Ich koche und backe hier, worauf ich auch selbst wirklich Bock habe.“  – Letje, Konditormeisterin und in der Küche zugange

 

Letje inmitten von Melina und Malte

 

Das Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18 in Hamburg
im guten, alten Festnetz (040 67382060)
und in den unendlichen virtuellen Weiten: Website & Facebook 

 

Screenshot von der Google Map Darstellung in Sachen Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18

KS = Kaffee Stark, ahnsu?-) Klar geht’s professioneller, aber wir sind hier nich bei Google, Freundchen!-* Also mach disch locka und bestell‘ dir ’ne Latte Macchiato.

In den freigeistigen Räumlichkeiten finden GUDE ZEIT TALKS mit beispielsweise Jürgen Blümlein vom Skateboardmuseum statt. Jürgen ist Kurator und Co-Autor der Skateschuh-Bibel „Made For Skate“ sowie „Skateboarding Is Not A Fashion“.

Danke und schön, dass du uns in Hamburg beehrt hast, Jürgen!

Prost, auf dich, meen Jung!

 

Öffnungszeiten
Täglich ab 10 Uhr
Frühstück gibt’s von 10 – 13 und am WE von 10 – 15 Uhr
Kuchen, Quiche, Toasts und Suppe gibt’s von 10 – 22 Uhr

 

Ein Shirt mit Musiknoten und eine Tasse, die in derselben Farbe gehalten ist: rot

Wo man singt, da lass dich nieder. Ludwig genießt die Sonne und die Ton in Ton Tasse. Und wir seine Musik auf saidsurlaplace.bandcamp.com

 

Zu guter Letzt noch zwo schöne Sätze, die Malte seiner Tochter mit auf den Weg gegeben hat:

„Mach so viele Erfahrungen wie möglich. Ein Boot wird nicht gebaut, um im Hafen zu liegen, sondern um die Welt zu umsegeln.“

 

Eine Kutte mit einen Kaffee Stark Patch drauf und ein Mann mit einem HEROES Tattoo vor dem Kaffee Stark in der Wohlwillstraße 18 Hamburg

Input, Baby, Input! Tattoos und Patches stehen für eine Haltung. Und Geschichten – die man erlebt hat. In diesem Sinne: Ahoi und au revoir im Heimathafen Hamburg!

EPILOG

 

 

 

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Unsere kleine Kneipe

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Prost, ihr Säcke - Prost, du Sack!

Gehste rein, gehste unter!

Fotos und Text: Lorenzo Taurino

Ein Haufen Homies für ein Halleluyeah! Lucas Rücker und seine Freunde von Fürst Drei Skateboarding sagen Hell-oh again, hehe

You’ll never drown alone!

Wer kennt ihn nicht? Den Laden seines Vertrauens. Wo es Wein, Weib und Gesang gibt, solange der Papiervorrat reicht. Doch was tun, wenn die Feierfreude mal eben Kippen holen gegangen ist und die Libido das Lied von der Lustlosigkeit auf den Lippen hat? Dann, mein Freund, wird es Zeit für ein klein wenig Gemütlichkeit: Her mit dem Kurzen!

Prost, ihr Säcke - Prost, du Sack!

Kann denn Spiritus Sünde sein?

Wo man säuft, da lass dich nieder? So geht doch die gesellige Zeile, oder? Uupsn, ne, da sitzt sie schon und scheint nich mehr hochzukommen. Hmm, Zeit für ein Zwischenwasser? Frischluft? Bettkante?

Klar, das Leben fügt sich nicht unserem Willen. Deshalb ist es schon ok, den gelegentlich zu ertränken. Ein büschn Freiheit vom Hirn darf schon sein. Was man am nächsten Tag gelernt hat? Dass Kopfschmerzen mit Konterbier oder – am besten – mit viel Wasser (am besten schon beim Schlafengehen) vertrieben werden können. Und dass es deine Aufgabe ist, beim Kampf ums Leben nicht die Hoffnung zu verlieren – und den Humor!

Ein Taxi und ein Mann und eine Frau sagen sich ciao

Keep it comin‘!

Cheers und ciao, Marco, ciao!

 

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