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MODE2 Interview

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Graffiti legend MODE2 and Photographer Eric Anders

Well, here’s a little story I’m supposed to tell, but hell well … The interview with MODE2 was so in-depth, that it would be hard to dig to the essence of his answers. The lazy bum that I am, I am very pleased to present you a great visual solution to my lame behavior. The deus ex machina’s name is Eric Anders, a hip hop head and professional photographer. We went to meet the living legend at the Golden Hands Gallery in Hamburg, Germany. Eric asked questions and MODE2 answered them physically.

Ladies and gents, welcome to the visual interview

„What do you feel, when one of your paintings is sold?“

 

„Which emotion do you like to draw the most?“

 

„What’s motion to you?“

 

„What’s your facial expression while painting?“

 

„Are you satisfied with your paintings?“

„Which motion do you love to paint the most?“

 

„How do you feel  after having finished a painting?“

Thank you very much, MODE2

Photo by Eric Anders

 

Behind the scenes outro 

Photographer Eric Anders is also a passionate hiphop culture fan and loves to spin the tunes. In his early teenager years he was working on his DJ skills while looking at two The Battle of the Year posters, created by MODE2. He could not resist the opportunity to get a tag from MODE2 on one of his most influential records.

One very, very happy photographer Eric Anders and MODE2 signing his „Die Klasse von 95“, a German hip hop vinyl classic.

Cover artwork by MODE2

 

This interview shot looks almost professional:

Graffiti legend MODE2 interviewed by Lorenzo Taurino Gude Zeit at the Golden Hands Gallery in Hamburg

But truth to be told, this one here would be more appropriate:

Making up a quote could read like this: „So this is this lazy dude Lorenzo I spent half an hour with? Damn, Eric, I’m glad that we’ve done the photo questionnaire!“

Thank you, MODE2, Eric Anders and Doc Tornow/Golden Hands Gallery. Yours amateur, Lorenzo

 

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MODE2  on insta

photographer Eric Anders on insta

and Golden Hands Gallery (insta) in Hamburg, as its current exhib THREE OF A KIND displays artwork provided by MODE2, DAVE DECAT and MISS VAM BLOOMING.

——-

Video-PSsst:

Here’s an interview in German with photographer Eric Anders, who has a fotofolio (including a portrait of MODE2) in the upcoming Gude Zeit issue #9:

PS2: Great art, great music. Great french skills required.

 

Biografische Angaben? Hmm, so rumposen mit den ganzen Artikeln für Hustler, Lodown, blond, dos dedos, streetwear today, limited, brett, playboard, spiegel online und Monster Mag? Oh, neee. Ich geh jetzt lieber an die frische Luft. Mal gucken, ob die andern heute Bock auf Minigolfen haben. Für die Plan B Variante pack ich lieber mal die Spaghetti-Murmeln ein, wa? Yep, yeah! Aaalso, Gruß und gude Zeit, Lorenzo Taurino

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Die 10 Jahre danach BOARDSTEIN Tour mit Arne Fiehl

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Arne Fiehl vom BOARDSTEIN Skate Mag auf Tour

 

Hallo Arne! Hereinspaziert in die Gude Zeit Bude im Herzen Hamburgs.

Was tun, wenn man seine Kollegen in allen Teilen der Nation besuchen will? Bestenfalls macht man eine Lese-Tour daraus und hat somit einen offiziellen Aufhänger, um rum- und bei seinen Buddies unterzukommen.

Kippe, Korn, Kommunikation! Arne alle Hände voll zu tun hat. Egal wann und wo – the action is go!

Dann telefoniert man hin und her und holt sich eine sympathisierende Marke aufs Tourplakat und fertig ist die Promo-Laube. Die Lese(incl. Aufleg)Sause beginnt immer um 20 Uhr.

Das Plakat zur Tour

Arne und ich kennen uns seit Anfang 2000 und auch ich durfte meine Fotos in dem Magazin von und für Rollbrettbefürworter abdrucken. Und weil die Nachricht von der „10 Jahre danach“-Tour innerhalb kürzester Zeit die fidele Runde gemacht hat, hab ich Arne, der auch das „i-Punkt Skateland Buch mit Jonn Rübcke kreiert hat, kontaktiert, um ihn zu interviewen.

Die Boardstein (47 Ausgaben, unter anderm mit den zeitweiligen Mitherausgebern Moritz Gottwald, Markus Mhueller und Klaas Kleinschmidt) und das I-Punkt-Buch (in Coop mit dem Freund und Fotografen Jonn Rübcke) gehen auf die Basecap von Meister Arne

Wobei – interviewen ist übertrieben. Zuerst einmal habe ich Arne zu mir eingeladen, damit wir in der guten Küchenstube schnacken, picheln und in Erinnerungen schwelgen können.

Moinsen und Ahoi! Es grüßen euch ein Gude Zeit Berber und ein BOARDSTEIN Macher aus dem Herzen Hamburgs.

Auf dem Foto sind ein Getränk-Geschenk von Urban Supplies und die 100. Ausgabe des Limited Skateboard Magazins zu sehen. Obwohl sich BOARDSTEIN und Limited nicht wirklich kollegial in den Armen hingen, hat das Limited Mag die Seite mit Arnes Beitrag auf BOARDSTEIN Papier drucken lassen. „Das hat uns mehr gekostet, aber das war uns der Spaß wert!“, erinnert sich der Herausgeber und Getränke-Gönner Jörg Ludewig. Freunde, ein Prosit der Detailfreude!

Aber zurück zu den Fragen fürs Interview. Die habe nicht ich mir aus den Fingern gesogen, sondern euch auf den social media Kanälen von Gude Zeit gebeten, Fragen an Arne zu stellen. Habt ihr getan. Dank und Drücker dafür und hier sind sie:

Sonja Lichtenfeld: Arne, mach bitte’n Video-Tourblog!
Arne: Ja, könnte man machen. Ich möchte erst mein eigenes Buch rausbringen und mir damit ’n Namen machen. Dann werde ich ’ne Website ins Leben rufen und bloggen des Todes!

Thomas Gentsch: Wieso ist eigentlich gerade in Münster keine „After-Party“?
Arne: Weil das Skater’s Palace um 22 Uhr schließt und bis jetzt keine Location für die After-Party in Münster gibt.

Christoph Luther: Fragt mal, warum er auf seiner Lesereise München vergessen hat und sagt ’nen schönen Gruß vom Lufo.
Arne: Lufo, guter Mann! Hat mal ’n halbes Jahr Praktikum bei uns gemacht. München, ja (lacht). Ganz sicher nicht! Muss ich nicht mehr hin. Wir waren ja jahrelang 2 Mal im Jahr dort wegen der ISPO. Ich bin kein generell Fan von Bayern und Bayer-Württemberg!

Maurice Bröxkes:  Frag ihn, welche der Hamburger Legenden ihn am meisten damals beeindruckt hat beim Skaten. Grüße.
Arne: Sämtliche Protagonisten aus dem I-Punkt Buch haben mich beeindruckt, sonst hätte ich das Buch erst gar nicht gemacht. Ich fand Erik Möller immer super, weil Erik immer so anders war. Stefan Gerkens ist auch ein sehr, sehr sympathischer, bodenständiger Mensch, der richtig gutes Talent hatte und leider nichts draus gemacht hat, weil er so bodenständig ist. MJ hat mich mega beeindruckt, weil er einfach superstylish gefahren ist. Malte von der Born fand ich super, weil er so ein Flip-Typ ist. Er hat Tricks gemacht, die ich auch gern gekonnt hätte. Eling war ja auch immer mit seiner Präsenz präsent, der mit der Zeit zu einer Art Freund wurde. Zischel, Alter! Und natürlich sind da noch Jan Waage, Chris Heitmann und all die anderen Helden aus der i-Punkt Halle, aber lest selbst!

Holger „Sharky“ Klein: Hat Arne sich mittlerweile die Haare geschnitten?
Arne: Nein, aber ich hab sehr dünnes Haar und pflege es wahrscheinlich nicht gut genug, als dass sie mal länger werden könnten. Aber meine Zöpfe wollte ich mit ins Grab nehmen.

Markus Hensinger: Mich interessieren drei Fragen. 1. Arne, hast du schon einmal einen kosmetischen Eingriff machen lassen? 2. Arne, hast du schon einmal Drogen genommen? 3. Wie findest du die neuen Nike SB? Findest du auch dass sie bissl streng riechen wenn man sie einmal an hatte?
Arne: Erstens habe ich das ein oder andere Tattoo und mir sind bisher drei Zähne gezogen worden. Zu zweitens: jetzt gerade. drittens: Don’t do it!

Patrick Eling: Kifft Arne noch?
Arne: Hin und wieder. Meistens ja.

Christoph Märkl: Wo sind die ganzen Boardstein Millionen hin?
Arne: Verdammt gute Frage, das wüsste ich auch gerne. Wenn ich eins mit Boardstein gelernt hab, dann ist das, auf schmalen Niveau zu leben.

Arne: Den Sticker hier hatte ich auf meinem Laptop, der mir mitsamt Rucksack gestohlen wurde. Den Sticker brauch ich unbedingt wieder!

Fronsaide: Wann wird denn das „Bring your mother to the fucker“ digitalisiert? Is eher schon ein Running Gag.
Arne: Fronsaide, ich weiß, wovon du redest. Manche Dinge müssen einfach analog bleiben. Es ist nicht mein Video, das is von den Hagener Boys und die haben’s gerne analog. Ein hammer Video, die ham die Mucke auch selbst gemacht. Hagen, Alter, einfach nur Hagen!

Daniel Beck: Warum bin ich nicht im i-Punkt Skateland Buch? Bei jedem Contest dort aber auf der Liste. Wäre schön gewesen, außer Anders und Flo auch Leute reinzunehmen, die dort hingepilgert sind.
Arne: Scheinbar gab’s kein gutes Foto von dir. Glaubst du immer noch an Gott?

 

Thomas Hansen: Hmm, keine Fragen, aber mir fällt gerade auf, dass Arne und ich dieses Jahr seit 25 Jahren befreundet sind!
Und von genau dem Tag ist sogar ein Photo von uns im I-Punkt Buch dabei.  Danke an Arne, dass er mich unbekannterweise damals mit nach Hamburg zur Girl-/Chocolate-Demo mitgenommen hat und ein paar Wochen später dann sogar noch zum Mastership!
Arne: Das Foto ist Gold wert! Das steht bei mir auf dem Schreibtisch, ist im i-Punkt-Buch und war auch in der „10 Skate Styles“-Story im Limited Mag. Hansen, wir sehen uns am 15.02. bei der Lesung im Rekorder in Dortmund-Nordstadt.

Das Foto by Jonn Rübcke von der Girl/Chocolate-Tour: Thomas Hansen, Eyk von Drathen, Dennis, und Jan-O und Arne

An dieser Stelle haben wir ein Dankeschön an alle, die jetzt Bock haben, das i-Punkt Skateland Buch zu kaufen. Schreibt an jonn.ruebcke@gmx.de und in der Betreff-Zeile „Gude Zeit Bonus“ und bekommt das Buch 10 Euro günstiger, also für 24,90 Euro und das sogar inclusive Porto. Olé, olé!

Leute, Danke für eure Fragen, aber ein, zwo Fragen hätte ich auch noch an Arne.

Lorenzo: Wie sehr hat Jonn Rübcke dich beeinflusst?
Arne: Ohne Jonn wär ich nicht zu Arne Fiehl geworden! Ich kenn Jonn, seitdem ich denken kann. So gesehen ist er mein ältester Freund. Er hat mir in den 90ern meine ersten Skate-Hefte gekauft. Zum Beispiel die Big Brother Ausgabe Nummer vier mit dem roten Rick Howard Cover, das von Spike Jonze geschossen wurde. Er hat die Hefte in Hamburg gekauft und zu mir nach Angeln geschickt. Sein Vater und mein Vater sind schon seit über 70 Jahren Freunde.

Lorenzo: Was war das Besondere und Schöne am BOARDSTEIN Mag?
Arne: Das es das Magazin rein finanzierungstechnisch gesehen überhaupt nie gegeben hätte. Die Vertriebe, die unsere Anzeigenkunden hätten werden können, hatten alle ihre eigenen Magazine. Aber da kommen dann so ein paar Punks, die keiner kennt und die machen ein eigenes Magazin. Ich aus Angeln, Müller aus Hagen und Moritz aus Marburg und später Klaas aus Hagen. Wenn sich die richtigen Leute zur richtigen Zeit finden, dann entsteht die geilste Scheiße. Es braucht dieses magische Zeitfenster! So war das auch beispielsweise bei Monty Python.

Gutes Stichwort, denn wenn nicht auch Jürgen Blümlein, Daniel Schmid, Dirk Vogel und Cap10 zusammengefunden hätten, würde es das grandiose „Made for Skate“ Buch nicht geben.  „Ein verdammt gutes Buch, allerdings fehlen die PTS (Perfect To Skate)“, lobt und kritisiert Arne, der zwei Paar Schuhe beigesteuert hat.

Arne und sein V8 von Vision Street Wear im Made for Skate Buch

 

Arne und sein Zero Two Schuh im Made For Skate Buch

Der vegane Zero Two Skateschuh, mit dem auch Ed Templeton gefahren ist.

 

Time to say
SEE YOU SOON!

All riot, Freunde! Verpasst nicht die Chance, einen geistreichen und redseligen Teil deutschsprachiger Skateboard-Kultur live mitzuerleben und gemeinsam eine gude Zeit zu haben. Gönnt euch BOARDSTEIN OG Arne Fiehl und seinen reichen Erfahrungsschatz und besucht ihn, sobald er in einem Radius von 360 Kilometern für euch erreichbar ist.

Der Taurino und der Fiehl wünschen eine gude Zeit und allzeit freie Fahrt

 

Over & au revoir #familieboardstein

 

 

 

 

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Das Haus der Herzlichkeit

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Frau und Hund auf Couch neben lachendem Buddha

Wo man lacht, da lass dich nieder

 

Drei Damen, eine Hündin und ein Quotenstrolch

Die SpazierGang off the road bzw auf der Weinrast Mölsheim in Rheinhessen.

Schon schön, wenn man morgens – ok, ok, eher so gegen 11.11 Uhr – ungewohnterweise im Wasserbett wach wird und statt vonnem Wecker durch ‘n herzliches Lachen geweckt wird. Das wiederum ist von Petra, der Freundin meiner Gastgeberin Evi, eine Freundin aus früheren Tagen, als Madame noch in Hamburg verweilte. Petra und Eve kennen sich schon von kleinauf, haben sich lieb und leben unter einem Dach. Genauer gedacht dürfte ich jetzt schreiben, dass Petra es sich unterm Dach und Evi schön parterre gemütlich gemacht hat. So mit Garten und Grün nebst ’nem Baum, von dem man reife Feigen pflücken und direkt verputzen kann. Auch gern gemacht: die Feigen zwecks Kühlung und Erfrischung flugs in den Kühlschrank packen. Denn der Sommer sowie der Indian Summer sind in Rheinhessen gern zu Gast. Hier scheint die Sonne auf die Reben, bis sie saftig und satt sind. In der prallen Sonne lassen es sich auch Lala und Laurent gutgehen. Ein Prosit an dieser Stelle der gemeinschaftlichen Gemütlichkeit im Garten:

 

 

Wenn man sich nicht gerade ’nen faulen Lenz mit der Lala macht, kann man hier auch ganz arg feini spazierengehen. Und je mehr Frohnaturen dabei sind, desto besser!

 

Zwischen Basti und Lala passen immer noch die Conny, die Julia und die Evi

Wo viel gelaufen und gelacht wird, wird selbst die fitteste Kehle mal trocken und durstig.

 

Zwiewwelkuche und en Naje Wai! Zu Hochdeutsch: Zwiebelkuchen und ein Neuer Wein. Prosit, wohl bekommt’s!

Momentchen mal, wenn der Wein schon so schön lecker und rot ist, warum nicht noch hurtig ein herrlich lebendiges Video von Jovanotti in den Eintrag reinschmuggeln? Weil es keinen rationalen Grund gibt? Ratio go home, aber hello emotion!

Tour de Retour

Sodelchen, Pläuzchen voll, Spaß in den Backen und Zucker auf der Zunge. Zeit, sich wohlig auf den Weg zurück zu machen.

Follow the White Rabbit – quasi

Frau und Hund auf Couch neben lachendem Buddha

La dolce vita è bella

Danke, die Damen für die gude Zeit mit und bei euch und … Momentchen! Ich hab hier noch gar kein Bild von La Petra reingeschummelt! Die Gute hat mich schließlich mit „Laurent“ geadelt. Eine Hand tätschelt die andere, gelle? Hachz, wie ich die Mädels wieder lachen hör‘!

BFF! Balgen, frotzeln, Freude! Während Petra aus Hamburg abdrückt, drückt die Ex-Hamburgerin Evi ihrer Freundin Petra aus der Heimat erst mal ein Küsschen aufn Kopp und dann selbigen gen Touchdown-Area. Viva la Freundschaft und Fröhlichkeit, olé!

 

Ahpropos olé! Einen hamwa noch, wa? Yup, yeah!

Sunshine, Sunshine Reggae in Rheinhessen. Kommt dir spanisch vor? Is aber so. Frage Evi, die hat das Foto gemacht.

 

Freunde der Nacht beziehungsweise der Morgenstund`. Solltet ihr nicht morgens von einem erquickenden Lachen ins Leben gelockt werden, hab‘ ich folgenden Phono-Tipp für euch:

 

Over & au revoir,

Loro/Lorolinchen/Laurent, Lala und Eve 

 

 

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Bad Gastein to go

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Bad Gastein? Let’s go, go, go!

Eben noch bei Onkel Alois in Slowenien und jetzt schon in Bad Gastein, Österreich.  Aber erst mal schön langsam mit dem Zug dahin und zuallererst Telse Bus danken. Und Malte Urbschat. Malte hat mir schon vor Jahren erzählt, dass ich mal nach Bad Gestein soll. Telse kennt meine aktuelle Situation und meinte, dass mir die Berge und die Luft gut tun würden und dass ich auf dem Rückweg von Slowenien nach Schland auf jeden Fall in Bad Gastein aussteigen sollte. Gehört, getan und Reili von der herrlich authentisch antiquarischen Villa Mühlberger kontaktiert und kennengelernt.

 

VILLA MÜHLBERGER: HUG & HUGH, REILI

Reili ist ein herzensguter Hippie, der mit seiner Herzdame Christiane die Villa Mühlberger betreibt. Vor dem Zwoten Weltkrieg war hier zum Beispiel Albert Einstein zu Gast. Doch die Kriegswirren erreichten auch den dollen und noblen Kurort Bad Gastein. Zum Glück kommen und gehen Ideologien, doch die Natur bleibt. Das ist gut und vor allem schön anzusehn! Also raus aus dem Haus und rein in die Natur. Ich flanier so meines Weges und biege rechts ab und sehe – Berge, direkt vor meiner Nase! Ich verspüre denselben Impuls wie damals, als ich an einer sternenklaren Nacht Sternschnuppen-Schauern beiwohnen durfte – einfach nur wie ein Kleinkind mit offenem Mund dastehn und klatschen, klatschen, klatschen. Ein weiteres Klatschen, allerdings auf die Schenkel, gönn ich mir, als ich vor einem Wegweiser mit einem unwiderstehlichen Namen stehe: Poserhöhe.

 

POSERHÖHE: AUFI, NAUFI

Keine Ahnung, warum die so heißt. Vielleicht meinte mal die österreichische Berg-Legende Luis Trenker zu seinen Stammtisch-Buddies im Grünen Baum in Bad Gastein „Ey, lass mal die Anfänger-Lappen ’n Hügel besteigen und sich ganz groß fühlen!“ Am End kann ich nur sagen: Es wirkt! Stolz wie Bolle komme ich fast am Ziel an, aber da sind dann noch die Hüter der Poserhöhe, die mich kritisch mustern.

Deshalb lieber den Moonwalk einlegen und den Haupthüter in Form vonner Leitkuh nicht aus den Augen lassen. Ja, ja, so ein Angsthase kann im Ernstfall die Pfoten ganz schnell in die Hände nehmen und davonhoppeln. Muss ich dann zum Glück doch nicht, weil die Kuh bei dem Freizeit-Wanderer aus Hamburg Nachsicht walten lässt. Der wiederum muss sich beeilen, vor kompletter Dunkelheit wieder unten zu sein. Mein lieber Scholli, lass dir zuraunen, dass es das eine ist, einen Pfad hinaufzusteigen. Ihn aber hinabzusteigen – das ist mitunter anstrengender. Man vermenge ’n büschn Zeitdruck (zunehmende Dunkelheit), Rorschach-Optik (is das ein Schatten, ein Tier oder eine Wurzel auf dem Boden?) und latente Akrophobie (Poser-Wort für Höhenangst, weil es seitlich schon gut in die Tiefe geht) und schon ist der Abstieg ’n büschn bis sehr stressig. Unten angekommen übermannt mich ein Glücksgefühl und ein Adrenalin-Schub, der mich bis nach Hause in die Villa Mühlberger joggen lässt. Geil, was der Körper für Ressourcen hat und wie er sich freut, wenn er mal wieder etwas härter rangenommen wird. Mein Schlaf nach der dollen Wanderaktion für Anfänger? Tief und fest und friedlich.

 

 KÖTSCHACHTAL: ELEKTRO-LIMBO mit GERDI 

Reili bekommt am nächsten Tag Besuch von seinem Freund Gerdi, der Bock hat, im Kötschachtal umherzuwandern. Ich auch! Gemeinsam machen wir uns mit dem Rad auf den Weg. Reili leiht mir das Rad seines Sohnes. Das Zahlenschloss bekomme ich mit dem Geburtsdatum seines Sohnes geöffnet. Wir radeln über Stock und Stein und machen an einer naturgeformten Felsenhütte Halt. Auf dem Weg dorthin sieht Gerdi, dass der Elektrozaun an einer Stelle lose ist und tackert ihn an einem Baum fest. „Da hab ich wie fast jeder mal in meiner Jugend dagegengepinkelt, haha“, erzählt er mir und ich bin froh, mit einem so optimistischen und freundlichen Wanderkollegen unterwegs zu sein. Gerdis österreichischen O-Ton hörste am Ende dieses Artikelchens im insta-Posting. Ahpropos Ende … Alles hat ein Ende, auch das schöne Kötschachtal. Vor und neben uns die Berge und hinter uns der Weg, den wir tunlichst bei Tageslicht zurückradeln sollten. Auf der Rückfahrt platzt Gerdi der hintere Reifen und er bietet mir an, schon mal vorzuradeln. Nix da, wir sind hier gemeinsam unterwegs. Each one, teach one! Gerdi schwingt sich wieder aufs Rad und tritt sanft in die Pedale. Top, die Felge hält. Meter um Meter radeln und labern wir uns zurück ins Herz von Bad Gastein. Was ein schöner Tag in der Natur. Gerdi, dafür nochmal liebsten Dank!

 

HOTEL MIRAMONTE: RADon WELLNESS

Hach, was für ein Tag. Jetzt ist es Abend und Julia vom Hotel Miramonte lädt zum Wellness-Ausklang ein. Wie es sich für einen terminresistenten Schlawiner und Halbitaliener gehört, verspäte ich mich, doch Julia verzeiht mir und ich trinke noch ein Bierchen mit den Hotelgästen. Was freu ich  mich schon auf mein erstes Mal in der RADon-Thermalquelle ! Radon ist ein edles Gas, das im Bad Gasteiner Quellwasser natürlich vorkommt und gesunden Gesellen das Immunsystem stärkt und kränkelnden Kandidaten die Schmerzen lindert. Ins Detail geht die Website gastein.com

Nach dem 20-minütigen Bad und dem angelesenen Interview mit Peter Saville (der unter anderem für das legendäre JOY DIVISION Plattencover verantwortlich zeichnete) geht’s aufs frei schwingende Bett und danach in die Sauna. Hachz, herrlich. Schwitzen für den Seelenfrieden. Am End sind’s über drei wunderbare Stunden Wellness. Grazyeah für die Gönnung, Hotel Miramonte!

Danke auch den Besuchern des Hotels, mit denen ich ’ne gute Zeit haben durfte. Das waren zum einen Theresa und Flo nebst ihrem Berner Senner Chili aus Bayern und Tatjana und Stefan aus Wien. Wir haben über alles Mögliche gequatscht, uns Geschichten erzählt und Gefühle aufleben lassen. Dank euch für den echt authentischen und schönen Abend.

 

GRAZIE für die GUDE ZEIT

Wo man sich krault, da lass dich nieder.

Bad Gastein, dir lob ick mir. Keine Frage, wir kommen wieder.

Auf alsbald, Gruß und guds Nächtle,

Lorenzo 

 

PSsst, here we go-go mit some more Fotos nebst Videos:

 

 

 

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